Hühnerrasse des Monats |
Seidenhühner
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Das Seidenhuhn gilt als sehr alte Hühnerrasse und gehört zu den so genannten Zierrassen. |
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Eindeutige Beschreibungen des venezianischen Kaufmanns Marco Polo belegen, dass Seidenhühner schon im 13. Jahrhundert in Ostasien zu finden waren. Er sprach nach einer Reise in die Mongolei und nach China von schwarzen Hühnern und bezeichnete sie als "katzenhaarig". Die kleineren Verwandten der Rasse, die Zwerg-Seidenhühner, sind laut Marco Polo fast genauso lange bekannt. Der Schweizer Naturforscher und Schriftsteller Conrad Gessner beschrieb die Seidenhühner in seinem um 1555 erschienenen Vogelbuch als "schneeweiße Wollhühner mit schwarzer Haut, die in China bekannt seien". Eine andere Aufzeichnung von 1793 verweist auch auf das Vorkommen der Rasse in Holland, Westfalen und Burgund. Aus dieser Zeit stammt auch der Hinweis auf fahrende Schausteller, die Seidenhühner als Kreuzung zwischen Huhn und Kaninchen vorführten.
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Das haarähnliche Gefieder der Seidenhühner entsteht durch das Fehlen der Häkchen an den Federstrahlen, denen dadurch der Zusammenhalt fehlt.
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Die Tiere werden in den Farbschlägen Weiß, Schwarz, Blau, Rot, Gelb, Silbergrau, Wildfarbig, Perlgrau und Kupfereisblau gezüchtet. Zwerg-Seidenhühner kommen in den Farben Schwarz, Weiß, Wildfarbig, Silbergrau, Perlgrau, Blau und Gelb vor. |
Neben ihrem Seidengefieder ist auch die schwärzlich blaue Haut ein Markenzeichen der Seidenhühner und Zwerg-Seidenhühner. Der Hahnenkamm muss die Form und Struktur einer halben Walnuss ohne Dorn besitzen und sollte in der Mitte von einer Querfalte durchzogen sein. Die Augen der Seidenhühner sind groß und schwarz-braun, die Ohrscheiben leuchten in einem satten Türkisblau. Der Schnabel ist kurz, kräftig und bläulich bis schwarz.
Das Gewicht der Seidenhuhn-Hähne beträgt 1,4 bis 1,7 kg, das der Hennen 1,1 bis 1,4 kg. Männliche Zwerg-Seidenhühnern wiegen 600 g, weibliche 500 g.
Weil Seidenhuhn-Hennen fleißig und zahlreich Eier legen, werden sie gerne gehalten und gezüchtet. Durch ihre daunenartige, warme Federstruktur können sie auch im Winter problemlos draußen gehalten werden. Da sie fluguntauglich sind, reicht ein 1 m hoher Zaun aus, um das Gelände zu begrenzen.
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